PRO: Social Media Verbot bis 14 Jahre

Nehmt Kindern den Druck!

Bundessekretärin

Alexandra Horster

Wer mich kennt weiß: Tief in meinem Herzen bin ich Jugendpolitikerin, aber ich bin auch Mutter eines 17-jährigen Sohnes – und ja, ich finde: Social Media sollte erst ab einem gewissen Alter erlaubt sein. Ich sehe jeden Tag, wie sehr soziale Netzwerke die Sinne überfluten und Kinder und Jugendliche unter Druck setzen. Es geht nicht mehr nur darum, “Freundschaften” zu pflegen, sondern darum, möglichst perfekt auszusehen, viele Likes zu bekommen und immer die aktuellen Trends mitzubekommen. Mein Sohn schafft es kaum, sich dem Sog der schnellen Videos zu entziehen, das Handy kommt mit zum Zähneputzen und wäre das Gerät wasserdicht, dann auch unter die Dusche. Und daraus mache ich weder ihm noch uns als Eltern einen Vorwurf. Das Zeug macht süchtig, selbst uns Erwachsenen fällt es schwer, das Handy mal aus der Hand zu legen, mal fünf Minuten nichts zu machen ….

Kinder und Jugendliche brauchen Zeit, um sich selbst zu finden – ohne Filter, Follower, Berieselung und ständige Bewertungen. Studien zeigen, dass Social Media Ängste, Schlafprobleme und Minderwertigkeitsgefühle fördern kann. Medienbildung in Schulen wäre hilfreich, kann alleine die Problematik aber nicht lösen.

Ich wünsche mir, dass die Jungen wieder mehr echte Erfahrungen machen – draußen, im Gespräch, mit Freund*innen, im Verein. Ein Verbot, beispielsweise bis 14 Jahre, wäre aus meiner Sicht kein Rückschritt, sondern ein Schutz. Steht ihnen nicht sogar zu, ohne digitale Überforderung aufzuwachsen? Gebt ihnen Zeit, bevor sie in diese Welt eintauchen! Ihre Kindheit ist kurz genug.  
bundessekretaerin@kolping.de
 

CONTRA: Social Media Verbot bis 14 Jahre
Schutz braucht kein Verbot, findet Bundesjugendsekretär Peter Kube. 

Hier liest Du den Debattenbeitrag

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