Gegen das Vergessen

Seit 30 Jahren engagiert sich die Kolpingjugend Berlin in der Gedenkstätte Ravensbrück.

Die Kolpingjugend Berlin lädt seit 30 Jahren zwei Mal im Jahr zu einem Arbeitseinsatz in Ravensbrück ein. Egal in welchem Alter – jede Hand kann helfen und ist willkommen. So auch beim letzten Workcamp-Wochenende, zu dem mehr als 30 Menschen ins ehemalige Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück gekommen waren. Einige Teilnehmende beschäftigten sich im Archiv mit dem Sichten, Digitalisieren bzw. lesbar Machen von diversen Schriftstücken. Eine größere Gruppe der Teilnehmenden betätigte sich im Freien: Ziel dabei war es, wild wachsende Bäume, Sträucher und Pflanzen so zu beseitigen, dass die große Fläche des ehemaligen Konzentrationslagers sichtbar erhalten bleibt. Das Gelände von Ravensbrück ist heutzutage nahezu freibegehbar. Damals waren 120.000 Frauen und 20.000 Männer an diesem Ort unter unmenschlichen Bedingungen für harte Zwangsarbeit zusammengepfercht. Etwa 28.000 der Gefangenen wurden ermordet. Die Teilnehmenden des Arbeitseinsatzes hatten arbeitsintensive, aber sinnstiftende Stunden in der Sonne. Sie erlebten eine spezielle Führung in sonst nicht zugänglichen Räumen und feierten einen Gottesdienst mit Generalpräses Christoph Huber und Diözesanpräses Matthias Brühe. Gegen das Vergessen lautet es in Ravensbrück immer wieder. Das ist wichtig, denn Frieden gibt es trotz der fürchterlichen Grausamkeiten noch immer nicht auf dieser Erde. 

Zum Videobericht des Erzbistums Berlin
 

Text: Michael Slaby/Kolpingmagazin

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