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Wenn die Welt sich – gefühlt – immer schneller dreht, ist es wichtig, ein Ziel vor Augen zu haben, um nicht die Orientierung zu verlieren. So hat sich der Aachener Diözesanvorstand im Januar in Klausur begeben, um sich mit seinem Zielbild für 2035 auseinanderzusetzen. Dabei setzte er voll auf die Möglichkeiten der digitalen Informationsgesellschaft. Inspiriert durch einen (Youtube-)Vortrag des Zukunftsforschers Sven Gábor Jánszky ließen die Vorstandsmitglieder die Google-KI „Gemini“ einen Entwurf der gesellschaftlichen Realität im Jahr 2035 entwerfen, aus dem sich fast zwangsläufig Konsequenzen für die zukünftige Ausrichtung von KOLPING im Bistum Aachen herleiten lassen. „Es geht nicht darum, dass WIR das in zehn Jahren so umsetzen“, so Diözesansekretär Peter Witte, „vielmehr ist unsere Aufgabe, heute die Menschen zu gewinnen, die Kolping in zehn Jahren gestalten.“ Wenn Arbeitswelt und gesellschaftliches Leben zunehmend digitaler werden und KI immer mehr Aufgaben übernimmt, wird Einsamkeit in allen Dimensionen ein größeres Problem. Hier wird KOLPING einen Gegenpol bilden und mehr noch als heute Gemeinschaft ermöglichen. Dazu ist allerdings auch die Transformation der Verbandsorganisation nötig – weg vom klassischen Verein hin zu – so Gemini – „Social Community Hubs“. Hier werden sich vor allem „Free Agers“ (die Renteneintrittsgeneration) engagieren, die eine hohe Motivation für eine sinnvolle Tätigkeit für die Gemeinschaft mitbringen.
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