Das Heilige Jahr 2025 steht unter dem Leitwort “Pilger der Hoffnung”. Es lädt dazu ein, uns neu der Kraft zu vergewissern, die Menschen dazu bringt, sich weder von den Befürchtungen der Gegenwart, noch vom Blick auf das Versagen der Kirche niederdrücken zu lassen, sondern mutig und zuversichtlich vorwärtszugehen, auch wenn viele Zeichen der Zeit dagegen zu sprechen scheinen.
Schon der Apostel Paulus sagt im Römerbrief (Röm 5,5): “Die Hoffnung lässt nicht zugrunde gehen”. Adolph Kolping beschreibt es einmal so, dass “das menschliche Herz vorzüglich von der Hoffnung lebt, von der Zukunft darum immer Anderes, versteht sich Besseres erwartet”.
Schon 1975 setzte die Gemeinsame Synode der Deutschen Bistümer mit dem Beschluss "Unsere
Hoffnung" einen Meilenstein, der viele Menschen angesprochen und in ihrem christlichen Engagement bestärkt hat: “In der christlichen Hoffnung drückt sich eine Sehnsucht aus, die alle unsere Bedürfnisse übersteigt. (...) ‘Die Welt’ braucht keine Verdoppelung ihrer Hoffnungslosigkeit durch Religion; sie braucht und sucht (wenn überhaupt) das Gegengewicht, die Sprengkraft gelebter Hoffnung. Und was wir ihr schulden, ist dies: das Defizit an anschaulich gelebter Hoffnung auszugleichen. In diesem Sinn ist schließlich die Frage nach unserer Gegenwartsverantwortung und Gegenwartsbedeutung die gleiche wie jene nach unserer christlichen Identität: Sind wir, was wir im Zeugnis unserer Hoffnung bekennen?”
“Schwarz-Orange-Bunt – Zusammen sind wir Kolping.”
Mit diesem Leitwort versuchen wir, unsere Verantwortung für die Gegenwart wahrzunehmen.
"Das Menschenherz bedarf des Trostes und der wahren Freude. Auch die Freude ist ein Almosen,
und wahrlich nicht das geringste", sagt schon Adolph Kolping. Überall, wo Kolpinggeschwister zusammenkommen und sich in den verschiedensten Aktivitäten für mehr christliches Handeln in der Welt einsetzen, wird diese Hoffnung gelebt. Ihr wesentlicher Motor ist eine Freude, die darauf setzt, dass die Liebe sich durchsetzen wird: die Liebe zu den Menschen, die für Frieden und ein gerechtes Miteinander arbeitet, die Liebe zur Schöpfung, die sich in achtsamer Pflege und Bewahrung durch uns Menschen äußert und die Liebe zu Gott, dem wir alles verdanken.
Über die Freude sagt der inzwischen fünfzigjährige Synodenbeschluss: "Gerade heute ist diese Freude ein herausragendes Zeugnis für die Hoffnung, die in uns ist. In einer Zeit, in der der Glaube und seine Hoffnung immer mehr dem öffentlichen Verdacht der Illusion und der Projektion ausgesetzt sind, wirkt vor allem diese Freude überzeugend; sie nämlich kann man am wenigsten auf Dauer sich selbst und anderen vortäuschen."
Gelebte Hoffnung wird spürbar, wenn “man selbst den Mut nicht sinken lässt, … die Geduld nicht verliert, sich in der Treue an der Sache nicht wankend machen lässt”. (Adolph Kolping)
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