KOLPING, KAB und die evangelischen Arbeitnehmerverbände wirken seit vielen Jahren in der sozialen Selbstverwaltung mit. Wozu braucht es in der heutigen Zeit noch christliche Arbeitnehmerorganisationen?
Peter Weiß: Aus ihrer Tradition wissen christliche Verbände sehr gut, um was es bei der Selbstverwaltung geht und warum es sie gibt. Es waren christlich-soziale Politiker, die im 19. Jahrhundert den Versicherungsgedanken durchgesetzt haben und damit auch die Grundlage für die Selbstverwaltung. Sie ist ein gelebtes Beispiel für die Grundsätze, die wir in der christlichen Soziallehre vertreten: Der Mensch steht mit seinen individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt des Handelns. Gleichzeitig ist er Teil einer solidarischen Gemeinschaft, die hilft und unterstützt. Es ist ganz wichtig, dass es in der Sozialversicherung und deren Selbstverwaltung Menschen gibt, die auf dieser Grundlage ihre Entscheidungen treffen.
Das Interview führte Alexander Suchomsky, Referent für Arbeit, Gesellschaft und Soziales beim Kolpingwerk Deutschland und ACA-Bundesgeschäftsführer
Weitere Infos zur Selbstverwaltung unter www.aca-bund.de
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