Ein Zeichen der Anerkennung

Kolping unterstützt engagierte junge Menschen bei ihrem Studium an der Kolping Hochschule mit einem Stipendium.

Porträtfoto von Christoph Nösser

Chefredakteur

Christoph Nösser

Zwischen Dienstgespräch am Vormittag, Teams-Seminar am Abend und Jugendtreff in der Gemeinde liegt manchmal nur eine kurze Pause. Für Sebastian Kron (26) ist genau das Alltag – ein Alltag, der fordert, aber auch erfüllt. “Die größte Herausforderung ist Zeit”, sagt er. “Das Studium, mein Beruf als Jugendreferent und auch das Ehrenamt nehmen viel Zeit in Anspruch. Manchmal kommen daher Familie, Freunde und Pausen sowie Hobbys leider etwas zu kurz.” Und doch klingt darin kein Klagen, sondern eher die Beschreibung eines Lebens, das bewusst so gewählt ist.

Sebastian Kron studiert Soziale Arbeit an der Kolping Hochschule – berufsbegleitend. Parallel arbeitet er 30 Stunden pro Woche als Jugendreferent bei der Katholischen Jugendagentur (KJA) Bonn. Hinzu kommt sein ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde und in der Kolpingfamilie. Ein dichtes Geflecht aus Verantwortung, Begegnung und Lernen. "Für das Studium brauche ich etwa zehn Stunden für die Lehrveranstaltungen, hinzu kommen etwa ein halber Tag für Wiederholung, Klausurvorbereitung etc.", beschreibt er seinen Wochenrhythmus. Dazu kommen “gern einmal ein paar Stunden pro Woche” ehrenamtliche Arbeit.

Einen klassischen Tagesablauf gibt es dabei kaum. “Meine Arbeitszeiten sind relativ flexibel, weshalb es keinen typischen Tag gibt”, erzählt Kron. “Am Vormittag bin ich im Büro oder in beruflichen Besprechungen. Die Zeit am Nachmittag nutze ich, je nach Tag und aktuellen Aufgaben, für Arbeit, Uni oder Ehrenamt. Am Abend steht dann Freizeit oder auch eine Uni-Lehrveranstaltung an.” Es ist ein ständiges Austarieren – zwischen Verpflichtung und persönlichem Anspruch, zwischen Praxis und Theorie.

Mir ist es wichtig, für meine Tätigkeit als Jugendreferent eine fundierte fachliche und theoretische Grundlage zu bekommen, um Kinder und Jugendliche auch in Zukunft bestmöglich unterstützen zu können. 

Das Stipendium der Kolping Hochschule ist für mich dabei eine wirklich dankbare Unterstützung im Studium. Neben der finanziellen Entlastung ist das Stipendium eine Wertschätzung für ehrenamtliches Engagement bei Kolping.

 

Sebastian
Student des Studiengangs Soziale Arbeit

Dass er diesen Weg eingeschlagen hat, ist kein Zufall. Seine Entscheidung für die Kolping Hochschule fiel bewusst – und vergleichsweise schnell. “Ich habe mich aufgrund meiner Arbeit bei der KJA Bonn für ein Studium der Sozialen Arbeit entschieden, da ich gemerkt habe, dass mir die Arbeit mit Menschen und besonders mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen viel Freude bereitet”, sagt er. Wichtig war für ihn vor allem eines: das Studium mit seinem Beruf vereinbaren zu können. "Aus diesem Grund habe ich nach einem Studium gesucht, das berufsbegleitend funktioniert."

Die Kolping Hochschule bot genau das – und noch mehr. “Besonders ansprechend fand ich auch die Kombination aus Online-Lehre sowie Präsenzterminen, den sogenannten Case Days. Das Konzept der Kolping Hochschule passt also perfekt zu meinen Ansprüchen an das Studium.” Auch andere Optionen hatte er geprüft, etwa klassische Fernhochschulen. Doch als er von der Kolping Hochschule erfuhr, war die Entscheidung schnell getroffen.

Infos zum Stipendium

Der Deutsche Kolpingsfamilien e. V. vergibt mit dem Stipendium einen Zuschuss von monatlich 100 Euro an neue Studierende der Kolping Hochschule. Dort können sich Abiturient*innen, Berufstätige und Quereinsteiger*innen nicht nur für Soziale Arbeit, sondern auch für die Bachelor-Studiengänge Digital Health, Physician Assistant, Gesundheitspsychologie, Kindheitspädagogik sowie Gerontologie, Gesundheit & Care anmelden. Voraussetzung für das Stipendium ist, dass sich die Bewerber bei Kolping oder in einer anderen katholischen Jugendorganisation engagieren.

Weitere Infos finden Sie auf www.kolping-hochschule.de

Infos zum Kolping-Stipendium

Persönlicher als an einer staatlichen Uni

Was das Studium für ihn besonders macht, zeigt sich nicht nur in der Organisation, sondern auch im Miteinander. “Im Vergleich zu einer staatlichen Universität wirkt das Studium an der Kolping Hochschule persönlicher und direkter”, beschreibt Kron. Trotz Online-Lehre sei der Kontakt eng: “In den Vorlesungen und Seminaren gibt es jederzeit Möglichkeiten, Fragen zu stellen.” Überschaubare Kursgrößen ermöglichten eine Lernatmosphäre, die Nähe schaffe. 

Auch inhaltlich verschwimmen die Grenzen zwischen Studium und Beruf zunehmend. “Viele Erfahrungen aus meiner beruflichen und ehrenamtlichen Tätigkeit konnte ich schon in meinem Studium in Theorien und Methoden wiederfinden”, sagt Kron. “Es fällt mir dann leichter, die Inhalte zu verstehen.” Gleichzeitig wächst der Anspruch an sich selbst: “Ich hoffe, meine Arbeit durch das Studium zu professionalisieren.” Sein Beruf bietet dabei ein ideales Lernfeld: “Er gibt mir die Möglichkeit, die im Studium gelernten Inhalte anzuwenden.”

Ein prägender Moment seines Studienalltags war für ihn eine intensive Woche Ende Januar. Mehrere Lehrveranstaltungen am Abend und am Samstagvormittag, dazu eigenständiges Lernen und parallel die Arbeit im Beruf. “Neben diesen festen Terminen habe ich den Montag für die Klausurvorbereitung sowie das Schreiben von Lerntagebüchern und Hausarbeit genutzt. An den anderen Tagen war ich im Büro bzw. beruflich unterwegs.” Eine Woche, die exemplarisch zeigt, wie eng Theorie und Praxis miteinander verzahnt sind – und wie viel Eigenorganisation es braucht.

Neben Zeit spielt auch die Finanzierung eine wichtige Rolle. Kron trägt die Studienkosten überwiegend selbst durch seine Arbeit. Das Kolping-Stipendium unterstützt ihn dabei: Junge Menschen, die sich bei Kolping oder in einer katholischen Jugendorganisation engagieren, erhalten monatlich 100 Euro Zuschuss zu den Studiengebühren an der Kolping Hochschule. Vergeben von den Deutschen Kolpingsfamilien e.V., ist es mehr als nur eine finanzielle Hilfe – es ist ein Zeichen der Anerkennung für ehrenamtliches Engagement. “Neben der finanziellen Entlastung sehe ich es als Wertschätzung für mein ehrenamtliches Engagement”, sagt Kron. “Ich engagiere mich ehrenamtlich, da ich die Gemeinschaft in Gemeinde und Kolpingfamilie sehr schätze”, erklärt Kron. “In dieser Gemeinschaft werden christliche Werte und der Glaube gelebt.” Die Arbeit mit jungen Menschen und das Teilen seines Glaubens seien für ihn zentrale Motivation: “Außerdem macht mir die Arbeit mit jungen Menschen sehr viel Spaß.”

Diese Werte spiegeln sich auch im Studium wider – manchmal ganz leise, aber dennoch spürbar. "In den Lehrveranstaltungen stehen natürlich die Inhalte im Vordergrund, man merkt im Miteinander jedoch, dass die christlichen und sozialen Werte gelebt werden." Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm der erste persönliche Kontakt: “Bei der Begrüßung beim ersten Case Day fühlte ich mich sehr willkommen.”

Balanceakt zwischen Theorie und Praxis

Doch sein Blick richtet sich vor allem nach vorn. “Ich liebe meinen Job und die Arbeit mit Menschen bereitet mir große Freude.” Es ist diese Überzeugung, die seinen Alltag trägt – auch dann, wenn er dicht getaktet ist. Nach dem Studium möchte er weiterhin bei der Katholischen Jugendagentur arbeiten, dann in Vollzeit. “Ich arbeite dort sehr gerne, bin Teil eines tollen Teams und liebe die Vielfältigkeit in diesem Beruf.” Gleichzeitig weiß er um die Offenheit seines Studienfachs: “Das Studium der Sozialen Arbeit bietet viele mögliche Arbeitsfelder. Was also in der Zukunft kommt, wird man sehen.”

Bis dahin bleibt sein Alltag ein Balanceakt – zwischen Hörsaal und Jugendraum, zwischen Theorie und gelebter Praxis. Abwechslungsreich und sinnstiftend – oder, wie Sebastian Kron es selbst sagt: "Ein Leben, in dem Engagement, Glaube und Bildung nicht nebeneinanderstehen, sondern ineinandergreifen".

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