"Im Zuhören, miteinander auf dem Weg sein, um so das Reich Gottes aufzubauen und Gotteserfahrung möglich zu machen."
"Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder"
Bei einer Konferenz in Bratislava habe ich einen Workshop mit Miro Jilo erlebt, der diesen Gedanken in seiner Arbeit mit Kindern und Jugendlichen lebt: Wenn wir Zukunft gestalten wollen, dann können wir nicht nur in unserer Erwachsenenhaltung bleiben, die von Vernunft, Klarheit, Bedenken geprägt ist, sondern wir brauchen auch kindliche Freiheit, Unbedarftheit, Offenheit und Kreativität. Beides ist wichtig, damit neue Ideen ihren Platz finden und etwas aus unserer Energie, Kraft und Mut entstehen kann. Pater Andrew Réception, Theologe und Seelsorger, hat davon gesprochen, dass wir eine Haltung brauchen, die von Zuhören und Authentizität geprägt ist, um (jungen) Menschen zu begegnen und Glauben weiterzugeben.
Konkret bedeutet das: Wir müssen uns darauf einlassen, unser inneres Kind ernst zu nehmen, ihm Platz einräumen, neue Ansätze, Ideen und Projekte wachsen lassen, die aus den Ideen und Anliegen von Kindern und Jugendlichen entstehen. Die Geistkraft ernstnehmen, wehen und wirken lassen und eine Haltung einnehmen, die mit den Menschen geht. Menschen ermöglichen, ihre eigenen Ideen zu äußern, miteinander in Austausch kommen und Projekte umsetzen, die an uns herangetragen werden – nicht umgekehrt. Dabei ist Authentizität die nötige Haltung, um besonders jungen Menschen zu ermöglichen, sich zu öffnen und einzubringen. Dasein und offene Angebote ermöglichen, dass – wie Pfarrer Friedrich Bier sagt – wir als Christ*innen “wachsen und frei werden können”. Also Beziehungsangebote machen und Gottes bedingungslose Liebe und Nähe erfahrbar machen. So wie Jesus mit Menschen in Kontakt gekommen ist: Er hat mit ihnen gesprochen, ihre Nöte, Sorgen, Wünsche und Träume ins Wort kommen lassen, damit Beziehung aufgebaut, gestaltet und gelebt werden kann. Im Zuhören, miteinander auf dem Weg sein, um so das Reich Gottes aufzubauen und Gotteserfahrung möglich zu machen. Adolph Kolping sagte es: “Die Tat ziert den Mann” – und die Frau.
Feedback?
Du willst uns Feedback geben oder hast Anregungen?
Schreib uns gerne:


Kommentar verfassen
0 Kommentare
Keine Kommentare gefunden!